Stellungnahmen

Diskussion im multi-religiöses Forum um Zillmer und die versteinerte Kuh

iskussion im multi-religiöses Forum um
Zillmer und die versteinerte Kuh

Im multi-religiösen Forum  wurde eine Diskussion geführt über versteinerte Funde von Kühen und anderen Haustieren sowie Menschen, die in dem Zillmer-Buch »Die EvolutionsLüge« auf Seite 26 und 27 beschrieben werden, und sich auf Sahara–Expeditionen von Paul C. Sereno und sein Team von der Universität Chicago in den Jahren 2000 und 2003 beziehen, die im Internet beschrieben sind.

In den Originaltext des Kritikers (schwarzer Text) sind in Rot die Stellungnahmen des Autors Hans-Joachim Zillmer eingefügt:

Der Kritiker Evolutionärer Humanist führt aus:
Auf Seite 26 seines Buchs „Die Evolutionslüge“ schreibt Hans-Joachim Zillmer:

Professor Paul C. Sereno (Universität Chicago), weltbekannter Saurierforscher, fand in dieser Oberflächenschicht mit Saurierskeletten aber auch den Schädel einer Kuh – versteinert, wie die in dieser Schicht liegenden Urkrokodile und Dinosaurier. Deshalb (wegen der Versteinerung) kann es sich nicht um eine kürzlich verendete Kuh handeln. Sereno (2003) schreibt selbst: »Was hat der Schädel einer Kuh an einem solchen Ort zu suchen – in einem Gebiet, in dem man eine Menge Dinosaurier findet, die älter als 100 Millionen Jahre sind?« Eine erfrischende Frage!

Das ist tatsächlich nicht nur eine erfrischende, sondern auch eine sehr spannende Frage, vor allem deshalb weil Zillmer in seinem Buch keine Referenz für dieses Zitat angibt.

Mit der Angabe von Paul Sereno leicht zu finden im Internet:
http://www.projectexploration.org/niger2000/11_04_2000.htm

Evolutionärer Humanist : Im Internet fand ich nun das Zitat von Prof. Sereno wieder.

Sereno wrote:

„There’s something big over here!“ shouted Allison. We gathered around her find, a blackened, fossilized skull fragment more than a foot across. After puzzling over the piece briefly, I declared „It’s a cow, a fossilized cow skull.“

Now what was a fossil cow skull doing in a place like this – an area rich in dinosaur bone more than 100 million years old?

Evolutionärer Humanist : Das sieht tatsächlich aus, als würde Sereno hier eine versteinerte Kuh vermuten. Doch liest man etwas weiter, stellt man fest dass Sereno lediglich einen (für Paläontologen seltenen) Sinn für Humor (???) hat.


Sereno wrote:
More pieces of the puzzle were being picked up by other team members. Dave exclaimed gleefully, „Look, it’s human! Part of the skull!“ as he held high the curved plate of bone that shields the massive human brain. He never expected to find fossil humans on a dinosaur expedition.

Clanking like ceramic, all of these bones were fossilized. A stone tool surfaced and we realized we were sampling the skeletons and tools of ancient human occupants of the Sahara and the animals that filled their world. Soon a pile of bone lay on the hood of one of the Land Rovers. „Put all fossil human pieces here, fish go there. Put non-human mammal finds here.“

Although much younger than the dinosaur bones we had been collecting, these fossils were still thousands of years old, dating back to a time when the Sahara was much wetter than today.


Evolutionärer Humanist meint: Die Frage ist, wurde Zillmer von dem trockenen Humor des Forschers nur irregeleitet, oder hat er das Zitat von Sereno absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen, um für seine Position zu punkten?

Welchen trockenen Humor meint der Kritiker Evolutionärer Humanist? Er hat selbst zitiert, dass sich Sereno fragt, was ein versteinerter Kuhschädel in einem mit Dinosaurierknochen übersäten Gebiet zu suchen hat, das 100 Millionen Jahre sein soll? Meint der Kritiker, weil »More pieces of the puzzle were being picked up by other team members. Dave exclaimed gleefully, „Look, it’s human! Part of the skull“ geschrieben wurde, das es sich um eine Verwechslung Zillmers handelt und der versteinerte Kuhschädel in Wirklichkeit ein menschlicher war? Sicher nicht, denn es heißt, dass mehr Stücke gefunden wurden und darunter war auch ein Menschenschädel. Was meint der Kritiker mit Zillmer reißt das Zitat absichtlich aus dem Zusammenhang? Es ist ganz klar, dass hier versteinerte Menschen und versteinerte domestizierte Tiere zusammen gefunden und es wurden neben einer Kuh weitere Haustiere gefunden, wie zum Beispiel eine Ziege:

Sereno schreibt:

„Here’s a goat shin bone,“ remarked Eric, who added another domesticated animal to the bone assemblage.

Serenos Zitat hat Evolutionärer Humanist vergessen zu veröffentlichen, denn es passt ja kaum zu Serenos angeblich trockenen Humor, der allerdings nur vom Zillmer-Kritiker Evolutionärer Humanist erfunden wird, um kontroverse Funde zu kaschieren bzw. Tatsachen zu verfälschen und was scheinbar wichtiger erscheint, Zillmer zu diskreditieren.

Und dass Zillmer recht hat, nämlich dass eine versteinerte Kuh gefunden wurde, bestätigt auch die Chicago Tribune am 5. Dezember 2003:, denn sie zitiert Sereno:
We found the site during the 2000 Expedition to Niger. Just as we prepared to leave our most remote area in the Tenere, a team member looking out the window of a Land Rover spotted an unusual bony plate. A few minutes later, we puzzled over the fossilized remains of a cow skull. Then we found an ear region of a human skull and pottery shards . . .
We have found . . . their ailments, cuisine, jewelry, hunting and farming techniques, and even their domesticated animals.

Der Fakt bleibt also bestehen, dass in einem riesigen Gebiet unzählige Dinosaurier an der Oberfläche der Sahara gefunden werden und zwischendrin findet man Siedlungen von Menschen samt ihren Haustieren, die am Rande ehemaliger Seen lebten, dann wegen der Trockenheit umkamen und wie Sereno sagt, versteinerten. In derselben Oberfläche liegen Schwimmdinosaurier und Urkrokodile wie Sarcosuchus, also Tiere, die auch Wasser zum Leben benötigten. Noch heutzutage gibt es kleine Seen in der Sahara, in der Krokodile isoliert leben – beschrieben in »Irrtümer der Erdgeschichte«. Zillmer fragt also, warum lebten schwimmende Dinos und Urkrokodile nicht in den Gewässern, an dessen Rand auch die versteinerten Menschen und Haustiere lebten, wenn doch alle diese Spezies in derselben geologischen Schicht gefunden wurden, die sich dort gleichmäßig nach allen Seiten in einem riesigen Gebiet ausbreitet.

Ach ja, Evolutionärer Humanist meint, dass » Auch hier beweist Zillmer wie wenig Ahnung er von Geologie hat«, denn Die Dinofossilien wurden an einer nahegelegenen Stelle mit sehr viel älteren Ablagerungen gefunden als diejenige wo die Menschen- und Rinderknochen gefunden wurden. Aber auch dies ist eine gefälschte Aussage, da diese ganz einfach nicht stimmt und er zitiert Sereno auch erst gar nicht, sondern entscheidet die Sachlage, wie schon in anderen Stellungnahmen gegen Zillmer, von zuhause aus, am Schreibtisch.

Sereno schreibt:
Although much younger than the dinosaur bones we had been collecting, these fossils were still thousands of years old, dating back to a time when the Sahara was much wetter than today. The bones of crocodiles, snakes, and huge freshwater fish mutely testify to a time when the region boasted broad rivers and deep lakes that abounded with wildlife . . . As we left the archaeological site we came across a well-preserved four-foot long skull of another familiar face, Sarcosuchus, the enormous 110-million year old crocodile we have gotten to know so well this field season. Perhaps these ancient people puzzled, like us, over the fossil bones and teeth of crocodiles dinosaurs preserved in the rock beneath their feet.

Sarcosuchus. Urheber: ArthurWeasley

Sereno und sein Team glauben also, dass die Dinosaurier und Urkrokodile hier vor 110 Millionen Jahren lebten und die Menschen erst vor 5000 Jahren, Tausende von Kilometern von heutigen Siedlungen entfernt, in die damals »grüne« Sahara einwanderten und sich schon über das Rätsel der Dinosaurierskelette wunderten. Zillmer fragt aber, wie lange bleiben solche Skelette, dazu noch an der Oberfläche, erhalten? Tausende oder Abertausende von Jahren eventuell ja, aber zig oder sogar bis zu 110 Jahrmillionen von Jahren? Wenn es Seen gab, in denen angeblich 110 Millionen Jahre alte Urkrokodile wie Sarcosuchus lebten, andererseits Menschen mit ihren Haustieren am Rande solcher Seen siedelten und die Knochen aber in der gleichen geologischen Schicht gefunden werden und dies nicht als Einzelfall, dann könnte durchaus vermutet werden, dass Sarcosuchus und Menschen, aber auch ebenso gefundene Schwimmsaurier sogar gemeinsam lebten. Es gibt keine Methode, das Alter versteinerte Knochen zu bestimmen, durch direkte Messmethoden!

Übrigens war der Tschadsee im Herzen Afrikas vor 6000 Jahren etwa 3300-mal größer als heutzutage und der Wasserspiegel war damals 50 Meter höher!

Quellen: Paul Sereno: Dinosaur Discoveries Chiocago Tribune, 5. Dezember 2003: Fossil seekers return to Stone Age human trove

Translate with