Rätsel um den Urkontinent Pangäa scheint gelöst

Vor 200 Millionen Jahren gab es auf der Erde nur einen Kontinent. Alle heutigen Kontinente waren damals im Urkontinent Pangäa vereinigt. Über die Positionierung der Teilkontinente zueinander gab es widersprüchliche Ansichten. Schuld war nach Ansicht zweier Geologen das Magnetfeld der Erde. Es gaukelte den Forschern falsche Positionen vor, weil es sich nicht wie ein einfacher Stabmagnet verhält.

Ihre Ergebnisse präsentierten der aus den Niederlanden stammende Rob Van der Voo von der Universität Michigan und sein Kollege Trond Torsvik vom Geological Survey of Norway am Dienstag auf dem Herbsttreffen der Amerikanischen Geologischen Vereinigung.

Ihre Informationen über die Lage der Urkontinente beziehen die Forscher aus mehreren Quellen. Zum einen geben Fossilienfunde und der Verlauf von Bergrücken Auskunft darüber, wo zwei Kontinentalplatten einmal nebeneinander gelegen haben. Zum anderen prägt sich beim Abkühlen von eisenhaltigem Magma die Richtung des Erdmagnetfeldes in das erstarrende Gestein ein.

Das Problem der Geologen: Die verschiedenen Quellen führten zu widersprüchlichen Aussagen. „Aufgrund der paläomagnetischen Daten müssten die südlichen Kontinente ein Stückchen weiter nördlich gelegen haben“, sagt Van der Voo.

Die Lösung war für Van der Voo und Torsvik naheliegend. Denn man weiß, dass das Erdmagnetfeld nicht exakt dem Dipolfeld eines Stabmagneten gleicht. Es enthält auch Nicht-Dipolanteile. Da diese sich aber von Jahrhundert zu Jahrhundert verändern, war man bisher davon ausgegangen, dass sie über geologische Zeiträume hinweg keine Rolle spielen.

„Aber nehmen wir einmal an, das Magnetfeld war nicht so perfekt dipolar wie wir immer gedacht haben und es gab einen Nicht-Dipolanteil, der sich lange Zeit nicht veränderte…“, leitet Van der Voo seine Erklärung ein. Eine Analyse, die er und Torsvik unter dieser Annahme durchführten, brachte tatsächlich das erhoffte Ergebnis: Das Kontinentpuzzle passt exakt zusammen.

„Wir müssen jetzt die paläomagnetischen Ergebnisse für andere Zeiträume und andere Kontinentverteilungen mit unserer neuen Annahme überprüfen“, sagt Van der Voo und fügt hinzu: „Das wird uns die nächsten Jahrzehnte beschäftigen.“

QUELLE: Bild der Wissenschaft Online

Kommentar

Wieso Rätsel gelöst? Diese wissenschaftlich Untersucht wird zwar vom Autor begrüßt , zeigt aber, dass man eben nichts weiß. Wie schon dargelegt, kennt man weder die Intensität bzw. Stärke des Magnetfeldes zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit, noch wie viel Pole es wirklich gegeben hat. Daher sind Interpretationen über die Ausrichtung des Magnetfeldes zu einem bestimmten Zeit Spekulationen bzw. Gedankenmodelle, die nur stimmen, falls die Voraussetzungen – also Grundannahmen – der Wirklichkeit in der Vergangenheit entsprechen.  Da der Magnetpol zusätzlich ständig wandert oder es vielleicht sogar mehr als 2 Pole gleichzeitig gab, erscheinen Aussagen über diverse Kontinentalverschiebungen – es soll ja mehrere hintereinander gegeben haben – absolut wertlos. Durch diese Untersuchungen werden die kritischen Feststellungen in „Irrtümer der Erdgeschichte“ bestätigt.

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