EiszeitEvolution

Neanderthaler nicht unser Vorfahre

Zürich (rpo) In der Frage, ob Mensch und Neanderthaler zwei klar voneinander getrennte Arten waren, widersprechen sich die Wissenschaftler. Zwei Schweizer Forscher meinen herausgefunden zu haben, dass Mensch und Neanderthaler sich nicht oder nur vereinzelt kreuzten. Christoph Zollikofer und Kollegin Marcia Ponce de León, die beiden Paläoanthropologen der Universität Zürich, haben 16 Neanderthaler- und 25 Menschenschädel untersucht. Mit dreidimensionalen Computertomogrammen vermassen Zollikofer und Ponce de Leon die Knochen. Ein von ihnen entwickeltes Programm berechnete die ursprüngliche Schädelform der Hominiden.

Beim Vergleich der Schädel stellten die beiden Wissenschaftler charakteristische Unterschiede zwischen Mensch und Neanderthaler fest. Diese Merkmale bildeten sich schon im Mutterleib heraus, waren also unabhängig von Umwelteinflüssen.

Christoph Zollikofer und Marcia Ponce de León haben die Ergebnisse ihrer Studie in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ publiziert.

Kommentar

Bereits die Untersuchungen des Erbguts intakter Neandertaler-DNA durch den Genetiker Suante Pääbo von der Universität München hatten ergeben, dass der moderne Mensch (Homo sapiens sapiens) nicht vom Neandertaler (Homo Sapiens) abstammt. Durch die o.a. neue Untersuchung wird die Ansicht untermauert, dass nach Ansicht von Pääbo Menschen und Neandetaler einen gemeinsamen Vorfahren bereits vor 600 000 Jahren gehabt haben müssen (siehe „Darwins Irrtum“, Seite 263).

Der frühere – auch heute noch von einigen Wissenschaftlern – vertretene Standpunkt, dass der moderne Mensch vom Neandertaler abstammt, kommt ja nicht von ungefähr. Denn die vielen Wunder der Evolution muss man ja verdoppeln, falls beide sich bereits sehr unabhängig voneinander entwickelten. Ein doppeltes Wunder erscheint aber schon mehr als unwahrscheinlich – um nicht zu sagen Märchen – zu sein, denn die angeblich zufälligen Mutationen müssten in unabhängigen parallelen Schrittchen erfolgt sein. Wer einmal an eine unzählige Kette von Wundern glaubt ist genauso zu beneiden, wie jemand, der an Gott glaubt oder besser gesagt sogar noch mehr – denn Dogmengläubige der orthodoxen Wissenschaft müssen jetzt an eine doppelt-parallele geordnete Wunderkette glauben – Wunder über Wunder … je mehr wir forschen, desto mehr Wunder benötigen wir … Zweifel kategorisch nicht erlaubt …

In „Darwins Irrtum“ wird auf Untersuchungen des englischen Anthropologen Robin Crompton hingewiesen, dass Affen nicht mit geknickten Beinen aus den Bäumen kamen und dann zum aufrecht gehenden Menschen wurden.
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