Als der Amazonas in den Pazifik floss

Diese Überschrift ist auch die Überschrift auf dem Klappentext von Zillmers Bestseller »Irrtümer der Erdgeschichte«. Der Amazonas floss früher in umgekehrter Richtung und mündete in den Pazifik. Diese von Bestseller-Autor Hans-Joachim Zillmer in seinem Buch »Irrtümer der Erdgeschichte« (2001, S. 74 ff.) vorgestellte Theorie wird durch neue geologische Beweise bestätigt. Forschungen an der Universität von North Carolina in Chapel Hill belegen anhand von Sedimentproben, dass sich die Gebiete, also die Anden, östlich des heutigen Amazonas empor hoben, nachdem der Amazonas während der Dinosaurier-Ära noch in den Pazifik floss. Nach Ende der Kreidezeit, als sich die Anden erhoben, wurde die Fließrichtung des Amazonas schließlich vollständig umgekehrt.

Der Autor Zillmer machte für die bisherigen Erkenntnisse zur geänderten Fließrichtung des Amazonas neben indianischen Überliefrungen vor allem biologische Erkenntnissen verantwortlich, denn am Oberlauf des Amazonas – etwa bei der peruanischen Stadt Iquitos – findet man verschiedene Fischarten, die eigentlich Pazifik-Bewohner sind.

Quelle:
Russell Mapes, et al.: EVIDENCE FOR A CONTINENT SCALE DRAINAGE INVERSION IN THE AMAZON BASIN SINCE THE LATE CRETACEOUS,
2006 Geological Society of America Annual Meeting, Philadelphia (22.-25.10.2006).

Kommentar

Damit wird erneut, nach der ZDF-Dokumentation »Der Uramazonas« von Professor Gero Hillmer (Universität Hamburg), bestätigt, dass der Amazonas früher genau entgegen gesetzt zu heute von Osten nach Westen floss. Dies bestätigen auch die alten Überlieferungen der Indianer: Der große Fluss wurde durch eine neue Bergkette zerrissen. In seinem breiten Strom trieb er jetzt nach Osten. An seinen Ufern entstanden riesige Wälder …

Hinsichtlich des Szenarios der Umkehrung der Fließrichtung des Amazonas stimmet Zillmer mit Prof. Hillmer überein, nur nicht in Bezug auf den Zeitpunkt, der von ihm in der Kreidezeit in Übereinstimmung mit der geologischen Zeitskala vor 130 bis 100 Millionen Jahren gesehen wird, als sich Afrika und Südamerika getrennt haben sollen. Denn wenn die bisher mitleidig belächelten Mythen der Indianer sich als Wahrheit entpuppten, dann müssen sich die Anden erst wesentlich später, zu Lebzeiten moderner Menschen, aufgefaltet haben. Siehe auch den Artikel: Wann entstanden die Anden? In diese Richtung zeigt auch eine Untersuchung aus dem Jahr 2001, die zeigen könnte, dass das Himalaja-Gebirge 20 Millionen Jahre jünger ist als bisher angenommen. Aber auch die neue hier zitierte Untersuchung aus dem Jahr 2006 geht inzwischen von einer Auffaltung der Anden in diesem Bereich im Miozän (24–5 Mio. J.) aus und damit zeitlich wesentlich nach der Kreidezeit bzw. nach dem Aussterben der Dinosaurier. Die von Zillmer in seinen Büchern verordnete Verjüngungskur der Gebirge wird immer wieder bestätigt bzw. von Fachleuten nachvollzogen.

In »Irrtümer der Erdgeschichte« wurde auch von Dinosaurier-Fossilien berichtet, die in 2000 Metern Höhe in vielleicht 100 Millionen Jahre alten Gestein (nach geologischer Zeitskala) gefunden wurden und zwar in Lydit. Dieses Gestein lag früher aber Meeresniveau und wurde in die Höhe verfrachtet, zusammen mit den Dinosaurier, deren Reste wie mit einem Lift in für sie in nicht lebensfähige Höhen verfrachtet wurden (siehe ausführlich: »Kontra Evolution«). Auch diese Aussage von Zillmer wurden bestätigt, denn nach der vorliegenden neuen Untersuchung gab es die Anden in diesem Bereich während der Kreidezeit noch nicht, sondern die Anden erhoben sich erst nach dem Aussterben der Dinosaurier. Das Alter der Anden wird derzeit offiziell auf rund 60 Millionen Jahre geschätzt. Nach Wijninga (1996) und Garzione (2006) hat sich die Gebirgskette in nur 3 Millionen Jahren aufgefaltet, geologisch gesehen ein Einzugtempo. Da die Anden ein magmatisches Gebirge ist, kann dieses quasi aus dem Nichts relativ schnell entstehen und es braucht keine tektonischen Langzeitereignisse, die sich kaum merkbar, schleichend langsam vollziehen sollen.

In dem beschrieben Lydit-Gestein mit Dinosaurier-Fossilien fand man auch einen homanoiden Fuß und eine Hand, auf die Zillmer beim Besuch eines Privatsammlers in Bogota (Kolumbien) aufmerksam wurde. Zu besichtigen waren diese in kreidezeitlichen Gestein eingeschlossenen homanoiden Funde auf der Ausstellung Unsolved Mysteries in Wien, auch zu sehen in der Film-Dokumentation »Kontra Evolution« und als Foto auf dieser Homepage unter Galerie sowie Foto Nr. 35 in »Irrtümer der Erdgeschichte«.

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