Kippende Erdachse

Durch Unwuchten im Inneren des Planeten kann die Erdachse kippen bzw. taumeln und Kontinente könnten in neuen Klimazonen zu liegen kommen, berichten Geoforscher um Bernhard Steinberger vom Helmholtz-Zentrum Potsdam GFZ aufgrund einer neuen Studie. Laut dieser ist die Erde zweimal in den vergangenen 100 Millionen Jahren derart stark gekippt ist, dass es sich um  echte Polwanderung, also das Kippen der Erdkugel gegenüber ihren Drehpolen handelt.

Echte Polwanderung. (Quelle: Wikipedia / USGS)

Der Studie zufolge soll die Erdkugel vor 320 Millionen Jahren um 18 Grad verrutscht sein und Deutschland würde dann auf Höhe der heutigen Sahara liegen.  Tatsache ist, das wenige Meter unter der Erdoberfläche in der Niederrhein-Tiefebene bei Köln tropische Flora und Fauna zu finden ist. Etwa zu Beginn des Lebens an Land, soll der Planet  vor 550 Millionen Jahren ebenfalls gekippt zu sein. Nordamerika verschob sich damals offenbar tief aus dem Süden auf Äquatorhöhe. Dann, vor  jeweils vor 90 bis 60 und vor 60 bis 40 Millionen Jahren soll die Erdkugel jeweils um 9 Grad gekippt sein. Die neuen Simulationen zeigten für jene Zeiten, dass sich nicht nur die Erdkruste, sondern auch der drunter liegende Mantel gegenüber den Drehpolen stetig verschoben hat.  Derzeit soll der Planet erneut kippen, wenn auch sehr langsam.

Ursache für das Kippen der Erde soll den Daten zufolge vor allem zwei riesige Wobbel, gewaltige Blasen geschmolzenen Gesteins, im Bauch der Erde sein, die für Unwucht sorgen. Diese befinden sich unter Afrika und unter dem Pazifik.

Quelle:  JOURNAL OF GEOPHYSICAL RESEARCH, VOL. 117, B09101, 30 PP., 2012, doi:10.1029/2011JB009072

Kommentar

Bereits 1998 in dem Buch Darwins Irrtum (derzeit 10. Auflage) wurde von Hans-Joachim Zillmer über das Kippen der Erdachse in der Vergangenheit berichtet, sodass bestimmte Gebiete der Erde plötzlich in anderen Klimazonen zu liegen kommen. Damals war eine echtes verschieben der Pole, ein Tabu-Thema. Inzwischen sind mehrfach echte Poländerungen wissenschaftlich dokumentiert, u. a. während der Dinosaurier-Ära, siehe u. a. das Buch Irrtümer der Erdgeschichte. Der Autor hat in diesem Buch eine echte Polverschiebung mit dem Ende der Dinosaurierära vor 65 Millionen Jahren (nach geologischer Zeitskala) diskutiert. Dieser Darlegung wurde wissenschaftlich energisch widersprochen. Es ist interessant, dass jetzt durch die neue Studie Erdachsenverschiebungen um 9 Grad vor 90 bis 60 und vor 60 bis 40 Millionen Jahren für möglich gehalten werden, also am Ende der Kreidezeit, als Dinos ausstarben, bzw. zu Beginn des Tertiärs, als sich Säugetiere erneut entwickelt haben sollen, nachdem große Säugetiere mit Dinosauriern bereits im Erdmittelalter nachweislich zusammen lebten – ein These aus Darwins Irrtum, die nachträglich wissenschaftlich bestätigt wurde (siehe Die EvolutionsLüge).

Nach Zillmer war das Ende der Dinosaurier-Ära vor nicht vor 65 Millionen Jahren, sondern vor wenigen Tausend Jahren, als sich die Erdachse verschoben haben kann und die Schneezeit einsetzte. Zu fragen ist auch, wie in Die Erde im Umbruch diskutiert, wieso Tsunamis oder das millimeterweise Verrutschen von Erdplatten 2004 im Pazifik und 2011 bei Japan zu einer Verschiebung der Erdachse im Millimeter- bis Zentimerbereich führen können, da diese Ereignisse mechanisch (Impulssatz!) sicher nicht in der Lage sind, große Wobbel im Erdmantel oder die Erdkugel  als Ganzes so anzuregen, so dass die Erdachse schwankt bzw. sich verschiebt. Das geophysikalische Modell von der Erde kann so, wie bisher gelehrt, nicht stimmen!

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